Galle ist die bedeutendste Kolonialstadt Sri Lankas und liegt an der Südwestspitze der Insel, ca. 120 km südlich von Colombo. Das Herzstück ist das Galle Fort – ein UNESCO-Welterbe, ursprünglich von den Portugiesen 1588 errichtet und von den Holländern im 17. Jahrhundert ausgebaut. Innerhalb der mächtigen Festungsmauern befinden sich gepflasterte Gassen, Kolonialvillen, kleine Boutique-Hotels, Cafés und Geschäfte. Galle verbindet Geschichte mit einem modernen, angenehmen Reiseatmosphäre.
Anreise nach Galle
Aus Colombo: Zug ca. 2,5–3 Stunden (Scenic Southern Express, 1. Klasse LKR 1.000, 2. Klasse LKR 200). Der Zug fährt entlang der Küste – besonders schöne Strecke. Alternativ Bus ca. 2–2,5 Stunden (LKR 200).
Aus Mirissa: 30 Minuten per Bus oder Tuk-tuk.
Aus Colombo per Taxi/Uber: Ca. 2 Stunden je nach Verkehr, LKR 5.000–8.000.
Das Galle Fort
Das Fort ist kein Museum mit Eintritt – man betritt es frei und lebt, isst und schläft darin. Die Festungsmauern sind 3 km lang und umgeben ein Gebiet von etwa 0,25 Quadratkilometern. Ein Spaziergang auf den Mauern (besonders beim Sonnenuntergang am Leuchtturm) ist einer der schönsten Aussichtspunkte Sri Lankas.
Was man im Fort sieht:
- Leuchtturm (1939): Aktiv, zugänglich für Fotos. Besonders schön zum Sonnenuntergang.
- Holländische Kirche (Groote Kerk, 1754): Jetzt ein Museum mit holländischen Grabplatten. Eintritt: LKR 500.
- Holländisches Reformiertes Museum: Geschichte der holländischen Kolonialzeit.
- Maritime Museum: Galle war Sri Lankas wichtigster Hafen. Eintritt: LKR 300.
- Nationale Küstenmuseum: Korallen, Meereslebewesen, Tauchergeschichte.
- Historische Moschee Meera (1754): Älteste Moschee in Galle, zugänglich mit Begleitung.
Essen und Einkaufen im Fort: Boutique-Cafés und Restaurants in restaurierten Kolonialvillen. Preise sind höher als außerhalb des Forts: Kaffee LKR 400–600, Hauptgericht LKR 1.500–3.000. Kunsthandwerk-Läden entlang der Church Street.
Strände rund um Galle
Unawatuna: 5 km östlich von Galle, erreichbar per Tuk-tuk (LKR 300–400). Halbmondförmige Bucht mit ruhigerem Wasser als an anderen Südküstenstranden – gut zum Schwimmen. Belebte Strandpromenade mit Restaurants und Bars. Juni–Oktober Hauptsaison.
Jungle Beach: 3 km von Unawatuna, nur per Boot oder Wanderweg durch den Dschungel zugänglich. Ruhiger, weniger Touristen. Eintritt gelegentlich LKR 300–500.
Dalawella: Zwischen Galle und Unawatuna, bekannt für eine hängende Seilschaukel über dem Wasser. Ruhiger Strand, kaum Wellen.
Tagesausflüge von Galle
Hikkaduwa: 20 km nördlich, bekannt für Tauchen und Schildkröten am Strand. Bus LKR 60–80, Tuk-tuk ca. LKR 1.000.
Weligama: 20 km östlich, Wellenreiter-Hotspot für Anfänger. Bus oder Tuk-tuk ca. LKR 500–800.
Mirissa: 30 km östlich. Walbeobachtungstouren (November–April).
Unterkunft in Galle
Im Fort (Boutique, USD 80–300+): Historische Villen mit kolonialem Charme. Amangalla (ältestes Hotel im Fort, ab USD 500), The Fort House, Galle Fort Hotel (ab USD 120).
Außerhalb des Forts (USD 30–80): Mehr Auswahl zu niedrigeren Preisen im Neustadt-Bereich und in Unawatuna.
Budget (LKR 5.000–10.000): Guesthouses in der Nähe des Busbahnhofs und in Unawatuna.
Praktische Hinweise
- Beste Reisezeit: November bis April (Trockenzeit Südküste)
- Im Fort: Mittagssonne (11–14 Uhr) intensiv – Sonnenschutz und Wasser mitnehmen
- Cricket-Stadion außerhalb des Forts – internationale Spiele gelegentlich
- Galle Literary Festival (Januar): literarisches Festival mit internationalen Autoren
- Tuk-tuk vom Bahnhof ins Fort: LKR 100–200