Sri Lanka ist ein vergleichsweise sicheres und gesundes Reiseziel. Bürgerkrieg ist seit 2009 vorbei. Für deutsche Staatsbürger gibt es keine Reisewarnungen (Stand September 2026). Einige gesundheitliche Aspekte sollte man dennoch vorbereiten.
Impfungen
Keine Pflichtimpfungen für die Einreise aus Deutschland. Folgende sind empfohlen (Rücksprache mit Tropenmediziner oder Reisemediziner vor Reise):
- Hepatitis A: Standardempfehlung für alle Tropenreisen
- Hepatitis B: Bei längerem Aufenthalt oder medizinischen Einrichtungen
- Typhus: Bei Reisen abseits der Touristenwege und einfachem Essen in ländlichen Gebieten
- Tetanus/Polio: Basisimmunisierung auffrischen
Nicht notwendig (aber prüfen):
- Tollwut: Nur bei engem Tierkontakt (Hunde, Affen, Fledermäuse)
- Malaria: Kein Malariarisiko in Sri Lanka für Standardtouristenrouten
Malaria
Sri Lanka war lange ein Malarialand, ist aber seit 2012 malariafrei (WHO-Zertifizierung). In touristischen Gebieten und städtischen Bereichen ist kein Malariarisiko vorhanden. Abgelegene Gebiete in einigen Nordprovinzen: aktuellen Stand beim Tropenmediziner prüfen.
Mückenschutz dennoch empfohlen – Dengue-Fieber kommt vor (durch Stechmücken übertragen, kein Impfstoff für Touristen verfügbar, aber selten bei kurzen Aufenthalten).
Dengue-Fieber
Dengue wird durch Aedes-Mücken übertragen, die hauptsächlich tagsüber stechen. Vorkommen in städtischen Gebieten, besonders nach der Regenzeit.
Schutz:
- Insektenschutzmittel (DEET-basiert) auf Haut und Kleidung
- Langärmliges Hemd abends in Nähe von Gewässern
- Unterkunft mit Moskitonetz oder Klimaanlage
Trinkwasser
Leitungswasser nicht trinken. Abgepacktes Wasser kaufen (LKR 60–100 für 1,5 Liter in Supermärkten) oder gefilterte Wasserflaschen verwenden.
In guten Hotels und Restaurants ist das zum Kochen verwendete Wasser sicher; Eiswürfel in touristischen Lokalen meist aus gefiltertem Wasser.
Zähne mit Leitungswasser putzen ist in Regel unkritisch, aber vorsichtshalber Flaschenwasser nutzen.
Lebensmittelsicherheit
Allgemein:
- In gut besuchten lokalen Restaurants essen – höhere Umsatz bedeutet frischere Ware
- Rohes Gemüse und Meeresfrüchte mit Vorsicht (besonders in Hitzeperioden)
- Straßenessen ist in der Regel sicher, wenn frisch und warm zubereitet
Magenverstimmungen sind häufigste Reisekrankheit. Immodium oder ähnliche Mittel mitbringen.
Sicherheit in Sri Lanka
Sri Lanka ist für Touristen sehr sicher:
Kriminalität: Niedrig im Vergleich zu anderen asiatischen Destinationen. Taschendiebstahl in belebten Märkten (Pettah, Colombo) möglich – Wertsachen in Bauchtasche.
Verkehr: Größtes Unfallrisiko für Touristen. Sri Lanka hat relativ hohe Verkehrsunfallrate. Immer Sicherheitsgurt tragen, auf Motorrad/Tuk-tuk-Fahrten vorsichtig sein.
Tuk-tuk: Tuk-tuks haben keine Sicherheitsgurte und sind bei Kollisionen riskant. Für Langstrecken wenn möglich Taxi bevorzugen.
Strand: Einige Strände haben Unterströmungen (Rip Currents). Warnschilder und Flaggen beachten. Nie alleine in unbekannten Meeresabschnitten schwimmen.
Affen: In Tempelanlagen gelegentlich aggressiv bei Nahrungsmitteln. Keine Snacks offen halten.
Medizinische Versorgung
Colombo hat gute private Krankhäuser (Nawaloka Hospital, Apollo Hospital). In ländlichen Gebieten sind die Einrichtungen einfacher.
Reisekrankenversicherung: Unbedingt abschließen vor der Reise (deckt Rücktransport und Behandlung ab). Deutsche Krankenkasse zahlt im Ausland kaum.
Medikamente
Apotheken (Pharmacies) in allen Städten verfügbar. Gängige Medikamente (Paracetamol, Imodium, Antihistaminika) günstig erhältlich.
Mitbringen empfohlen:
- Durchfallmittel
- Schmerzmittel
- Insektenschutzmittel (DEET 30–50%)
- Sonnenschutz SPF 50+
- Blasenpflaster (viel Fußmarsch)
- Verschreibungspflichtige Medikamente mit englischem Rezept